Clickertraining für Anfänger

Warum Clickertraining?

Ein Clicker ist eine Art Knackfrosch, der ein bestimmtes Geräusch macht. Dieses Geräusch kündigt dem Hund eine Belohnung an. Das ermöglicht eine feine Kommunikation, denn so kannst du deinem Hund im genau richtigen Moment eine positive Rückmeldung geben. Er gewinnt an Vertrauen, ist motiviert und konzentriert sich auf das gewünschte Verhalten. Das macht das Clickertraining sehr effektiv. Auf der anderen Seite legst auch du den Fokus auf das gewünschte Verhalten deines Hundes und  belohnst es. Wird ein Verhalten belohnt, wird es das Tier häufiger zeigen. Genauso geht es uns Menschen auch. Schenkt mir mein Nachbar jedes Mal ein Stück Schokoladenkuchen, wenn ich an seinem Haus vorbei komme, werde ich wahrscheinlich täglich dort vorbeigehen, denn ich liebe Schokoladenkuchen.

Wie es nicht funktioniert

Verrückt ist, wenn man Hunden etwas beibringen möchte, indem man ihnen sagt, was sie nicht tun sollen. Hunde müssen zu Hellsehern werden, um zu ahnen, was Frauchen und Herrchen von ihnen wollen. Das könnte im Alltag dann z.B. so aussehen. Der Hund zieht an der Leine und achtet auf alles, nur nicht auf seinen Menschen. Denn der Mensch zieht von hinten an der Leine. Dadurch hat der Hund aber noch nicht verstanden, was wir eigentlich von ihm wollen.  Im Gegenteil, wenn wir uns vorstellen mit unserem Partner einen Spaziergang zu machen und er schaut dabei nur anderen Frauen hinterher kämen wir durch ein ziehen am Hemdkragen auch nicht weiter – zumindest langfristig nicht. Wir wollen die Aufmerksamkeit des Hundes bekommen und sollten an diesem Ziel arbeiten. 

Erste Schritte Clickertraining

Im Video zeige ich dir die ersten Schritte.

Dem Clicker eine Bedeutung geben

Das brauchst du:

  • Clicker
  • 10 erbsengrosse weiche Superleckerli

Im ersten Schritt soll der Clicker eine Bedeutung für den Hund bekommen. Das Clickgeräusch soll zur Ankündigung für eine Belohnung werden. Das nennt man auch klassische Konditionierung.

Nimm nun ein paar Leckerli in die eine Hand und einen Clicker in die andere Hand und beide Hände hinter deinen Rücken. Clicke nun und gib deinem Hund im Anschluss ein Leckerli. Immer eins nach dem anderen. Denn der Click soll die Ankündigung für das Futter werden.

Tipps & Antworten 

  • Clicke nicht zu nah am Hundekopf, damit dein Hund keine Angst vor dem Geräusch entwickelt. Dazu kannst du entweder hinter dem Rücken clicken oder aber den Clicker z.B. in einen Waschlappen oder Handschuh stecken, damit das Geräusch nicht zu laut ist.
  • Beachte die Reihenfolge:  1. clicken, 2. bewegt sich die Hand mit dem Leckerli. Ansonsten wird deine Bewegung die Ankündigung für das Futter und nicht das Clickgeräusch.
  • Das Clickgeräusch ist immer die Ankündigung für Futter, auch wenn du denkst, dein Hund hat das Clickgeräusch nicht wahrgenommen, gibt ihm das Futter, wenn du geclickt hast. Ansonsten verliert der Click an seiner Bedeutung.
  • Wenn dein Hund den Zusammenhang zwischen Clicker und Futter nicht versteht, dann ist irgendwo ein Fehler im Training. Entweder ist die Belohnung nicht wirklich interessant für deinen Hund, so dass das Clickgeräusch nicht mit etwas “tollem”verbunden wird oder aber du gibst deinem Hund nach dem Click das Futter nicht schnell genug. Hilfreich ist es, du nimmst das Training auf ein Video auf und schaust es dir nochmal in Ruhe an.
  • Wann soll ich klicken? Als Hilfe kannst du dir vorstellen, der Clicker sei ein Fotoapparat, mit dem man ein Bild vom gewünschten Verhalten machen kann. Du clickst, wenn dein Hund das gewünschte Verhalten zeigst. Auf dem Foto könntest du dann genau sehen, welches du möchtest. Wenn dein Hund Sitz machen soll, wäre der richtige Clickpunkt also, wenn der Po den Boden berührt.

Test: Hat dein Hund das Clickgeräusch richtig verknüpft?

Click mal, wenn dein Hund gerade mit etwas anderem beschäftigt ist. Dreht er sich nach dem Click direkt zu dir um, dann hat er das Geräusch mit der Belohnung verknüpft und du kannst mit der ersten Übung starten.
Viel Spaß wünscht Corinna!

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